UL = ULTRA LEICHT

Daraus erklärt sich, dass es in der UL-Technik nur ein Leit-Thema gibt: Gewicht einsparen!

Das geschieht durch Weglassen und Optimieren. Damit erweist sich diese Technik als gesellschaftspolitisch topaktuell. Sie ist ein Vorreiter des neuen Minimalismus, der zwar andere Wurzeln hat als die Fliegerei, aber gerade dort als Entwicklungsprinzip seid je her besondere Wertschätzung genießt. Nicht dick und protzig, sondern schlank und wendig lautet die Devise.

Schwerpunktbereiche sind Antrieb und Aerodynamik.

Der erste wurde jahrzehntelang vernachlässigt, weil es der Fa. Bombardier gelungen war, mit ihren Rotax-Motoren in der UL-Szene ein Quasi-Monopol aufzubauen. Das hat jede Innovation im Keim erstickt. Nach wie vor werden die meisten UL-Geräte von einem 4-Zylinder-Boxer (wie Käfermotor) mit Vergaseranlage befeuert. Das bedeutet in der Standard-Ausführung: 80 PS aus 80 kg Antriebsgewicht. Aus heutiger Sicht ein archaisches Verhältnis (zur Orientierung: in der Formel 1 sind es 800 PS aus 80 kg Antriebsgewicht).  

 

Auch die MODI ist mit einem Rotax in der Standard-Version ausgerüstet

 

 

Ein realistisches Ziel für ein neues Antriebskonzept wäre:       80 PS aus 50 kg!

In der Fliegerei gilt die Faustformel, dass jedes Kilogramm an Gewichtseinsparung rund 1000 Euro kostet. Es geht also um eine Wertschöpfung von etwa 30.000 Euro je Fluggerät oder - anders ausgedrückt - um ein Drittel des Anschaffungspreises. Soweit ersichtlich hat jedoch bislang noch niemand die Herausfordung angenommen.

 

So geht es allerdings auch:

dreimotoriges UL (chinesischer Eigenbau)