Dreimal im Jahr - nämlich im Frühjahr, Sommer und Herbst - gehen die Münsteraner auf die Kirmes, die hier "Send" heißt. Der Send wird schon im Jahr 811 urkundlich erwähnt und ist wahrscheinlich aus den vorchristlichen Feiern zur Tag/Nacht-Gleiche (Äquinoktium) und Sommersonnenwende hervorgegangen.

Der Frühjahrsend fällt immer in die Fastenzeit; für manchen katholischen Haushalt ein Problem, was teils pragmatisch (selbst erteilte Ausnahmegenehmigung aufgrund "höherer Gewalt"), zum Teil aber auch streng religiös geregelt wird (es ist nur der Erwerb von Süßigkeiten zulässig, die dann aber bis Ostern nicht angerührt werden dürfen).

        

Münsters Send auf dem Hindenburgplatz